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Audiospezialist Sennheiser beeindruckt mit Umsatzsprung
21.06.2005 Wedemark

Die Sennheiser electronic GmbH & Co. KG hat das Geschäftsjahr 2004 mit einem weltweiten Umsatz von 261,7 Millionen Euro abgeschlossen. Das entspricht einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 10,3 Prozent. Neben der positiven Konjunkturentwicklung haben die fortgesetzt hohen Investitionen des Unternehmens in Fertigungstechnologien und Forschung & Entwicklung zum Erfolg beigetragen; hinzu kommen entscheidende Verbesse­rungen bei logistischen Abläufen und effiziente Marketing-Strategien.

Die Sennheiser-Gruppe, zu der im Berichtsjahr neben dem Mutterunternehmen vier inländische und 13 ausländische Tochterunternehmen sowie das Joint Venture Sennheiser Communications A/S gehörten, hat ihren Umsatz 2004 um 24,5 Millionen auf 261,7 Millionen Euro gesteigert. Das Ergebnis stieg auf 13,6 Millionen Euro, wobei ein Sondereffekt durch einen Brand am Produktionsstand­ort Tullamore (Irland) zu berücksichtigen ist. "Sennheiser konnte im vergangenen Jahr besonders vom weltwirtschaftlichen Aufschwung profitieren", kommentierte Rolf Meyer, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb und Sprecher der Unternehmensleitung, die Zahlen für 2004. "Wir haben in allen Märkten deutliche Zuwachsraten erzielt. Neue, innovative Produkte in allen Geschäftsfeldern haben diesen positiven Trend weiter forciert."


Die Sennheiser-Unternehmensleitung (v.l.n.r.): Stefan Junker, Peter Tschirner, Volker Bartels, Rolf Meyer und Dr. Heinrich Esser.


Hohes Wachstum in allen Regionen

Inbesondere in den Absatzregionen Amerika und Asien/Australien konnte Sennheiser mit 16,7 und 16,6 Prozent ein hohes Wachstum vorweisen. Auch die Regionen Nord- und Osteuropa (plus 7,5 Prozent), Mitteleuropa (plus 6,9 Prozent) und West- und Südeuropa/Afrika (plus 6 Prozent) entwickelten sich sehr positiv. Umsatzstärkste Region bleibt der amerikanische Kontinent mit 77,3 Millionen Euro, gefolgt von West- und Südeuropa/Afrika mit 68,4 Millionen Euro und Mitteleuropa mit 51,3 Millionen Euro. In Nord- und Osteuropa wurden 41,0 Millionen Euro umgesetzt, in Asien und Australien 23,7 Millionen. In Deutschland wuchs der Umsatz um 2,5 Millionen auf 43,7 Millionen Euro. Damit werden 83 Prozent des Umsatzes außerhalb Deutschlands erzielt. Den größten Umsatzanteil mit 28,8 Prozent haben drahtlose Mikrofone, gefolgt von Kopfhörern mit 19,4 Prozent und drahtgebundenen Mikrofonen mit 11,6 Prozent. Der Umsatz mit Sennheiser-Communications-Produkten stieg von 4,2 Millionen Euro auf 9,3 Millionen Euro; das Joint Venture etablierte sich als die Nummer drei bei den Telekommunikations-Headsets.

Gegen die Wechselkurseffekte, die schon seit Jahren den Gruppenumsatz beeinträchtigen, verfolgt Sennheiser eine konsequente Politik der verstärkten Beschaffungs- und Produktionsaktivitäten im US-Dollar-Raum. "Durch neue Lieferquellen im US-Dollar-Raum sowie die Umstellung einiger bestehender Lieferbeziehungen auf Dollar-Fakturierung konnten wir den Beschaffungsanteil in US-Dollar bereits auf rund 50 Prozent steigern", erklärte Rolf Meyer.  

Hohe Flexibilität in der Fertigung

Das Jahr 2004 war überschattet vom Brand am irischen Produktionsstandort Tullamore, wo die Großserienfertigung von Kopfhörern innerhalb der Sennheiser-Gruppe konzentriert ist. "Durch das hohe Engagement der irischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und tatkräftige Unterstützung aus Deutschland war es uns möglich, die Produktion schneller wieder aufzunehmen als anfänglich angenommen," erläuterte Volker Bartels, Geschäftsführer Produktion. "Durch den flexiblen Einsatz aller Mitarbeiter in den verschiedenen Fabriken konnte ein großer Teil der negativen Auswirkungen des Brandes kompensiert werden." Im Zuge des Wiederaufbaus und der Neuausstattung des erst 2002 bezogenen Fertigungsgebäudes wurde in neueste Fertigungstechnik investiert, darunter eine vollautomatische Kapsel-Produktionsanlage, um die Zukunftssicherheit von Sennheiser Irland zu gewährleisten. 

Am Standort Albuquerque im US-Bundesstaat New Mexico sind die Weichen für eine Ausweitung der Produktionsaktivitäten gestellt worden. "Durch die verstärkte Fertigung im US-Dollar-Raum machen wir uns unabhängiger vom ungünstigen Euro-/Dollar-Wechselkurs", erklärte Bartels. "Unsere Wettbewerber produzieren ausschließlich im US-Dollar-Raum und haben durch die Währungsentwicklung schon seit Jahren einen deutlichen Kostenvorteil erlangt. Durch unseren Standort in den USA können wir effektiv gegensteuern." 

Ein weiterer Fokus lag 2004 auf der Optimierung der logistischen Prozesse im Unternehmen: "Im Rahmen eines Projektes überarbeiten wir die gesamte Lieferkette bei Sennheiser. Das hat sich 2004 schon überaus positiv ausgewirkt und wird sich 2005 fortsetzen."  

Erfolg durch Forschung & Entwicklung

Dank konsequent hoher Investitionen in den Bereich Forschung & Entwicklung - 2004 lagen die Aufwendungen bei 15,7 Millionen Euro - konnten im vergangenen Jahr noch mehr attraktive Produkte ins Portfolio aufgenommen werden. Der Anteil neuer Produkte (= Produkte im Einführungsjahr plus Folgejahr) am Gesamtumsatz stieg von 27 auf 44 Prozent. "Unter den besonders erfolgreichen Neuentwicklungen sind die 2004 eingeführte zweite Generation der Funkmikrofonserie evolution wireless und die drahtgebundenen Mikrofone der evolution 900er Serie", resümiert Dr. Heinrich Esser, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung. "Im Consumer-Bereich wurden neue drahtgebundene und drahtlose Kopfhörer für das mittlere und untere Preissegment entwickelt, während neue GuidePort-Software-Pakete den Betreibern von Museen und Erlebnisparks noch mehr Möglichkeiten bei Besucherführung und statistischer Auswertung bieten. Für den Broadcast- und den Musikermarkt haben wir Ende 2004 neue Headset-Mikrofone auf den Markt gebracht, die sich zum Beispiel beim Eurovision Song Contest 2005 bewährt haben."  

Neueste CAD- und Simulationstechnologien sieht Esser als Schlüssel in seinem Bereich: "Um hochwertigste Produkte auch für Segmente mit kurzen Produktlebenszyklen zu realisieren, arbeiten unsere Ingenieure mit den neuesten Entwicklungstools. Da unsere Produkte für einen internationalen Markt sind, werden außerdem weltumspannende Entwicklungsnetzwerke an Bedeutung gewinnen."


Mitarbeiterzahlen
Die Mitarbeiterzahl im abgelaufenen Geschäftsjahr stieg um 4,4 Prozent auf durchschnittlich 1.648. 59% der Beschäftigten arbeiteten an den beiden deutschen Standorten, 41% an den Produktionsstandorten in Irland und Albuquerque sowie bei den ausländischen Tochterunternehmen. Ein weiteres Wachstum der Mitarbeiterzahlen ist in den Folgejahren unter anderem durch die verstärkte Personalakquise am Standort Albuquerque zu erwarten.

Prof. Dr. Jörg Sennheiser, Aufsichtsratsvorsitzender der Sennheiser electronic GmbH & Co. KG

Ausblick
Dank der hohen Investitionsbereitschaft des Unternehmens und weiteren Produktneuheiten, z.B. bei drahtlosen Mikrofonsystemen und im Telekommuni­kationsbereich, sind auch die Aussichten für das Jubiläumsjahr 2005 gut. Vom neuen Gruppenunternehmen K+H Vertriebs- und Entwicklungsgesellschaft mbH verspricht sich Sennheiser ebenfalls weiteres Wachstum. "Die innovativen PA-Systeme, Studiomonitore und ELA-Systeme von Klein + Hummel haben uns weitere attraktive Produktsegmente eröffnet. Die Chancen für ein gesundes Wachstum im nationalen und internationalen Markt stehen auch für 2005 gut; wesentliche Wachstumsmärkte werden der amerikanische und der asiatische Markt sein."


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