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 PresseHome » Presse » Pressearchiv » Archiv 2. Quartal 2006 
Audiospezialist Sennheiser erzielt Rekordumsatz
27.06.2006 Wedemark

Mit einer Umsatzsteigerung um nahezu 15 Prozent hat Audiospezialist Sennheiser electronic GmbH & Co. KG das Geschäftsjahr 2005 abgeschlossen. 300,4 Millionen Euro
setzte die Sennheiser-Gruppe
um, alle geographischen
Märkte und alle Industrie-segmente trugen zum Wachstum bei. Besonders erfreulich entwickelten sich die Bereiche Consumer und professionelle Drahtlostechnik sowie das Joint Venture Sennheiser Communications. "Die kontinuierlich erfolg-
reiche Arbeit von Entwicklung, Marketing und Produktion, ebenso wie das Engagement unserer Vertriebstöchter
und -Partner vor Ort haben
dieses gute Ergebnis möglich gemacht", so Rolf Meyer, Geschäftsführer Marketing
und Vertrieb und Sprecher der Unternehmensleitung,
anlässlich der Vorstellung
der Zahlen auf der                       Bilanzpressekonferenz
                Foto: Prof. Dr. Jörg Sennheiser 
des Unternehmens.                                                           

"Unser Jubiläumsjahr haben wir mit einem Umsatzrekord abgeschlossen", freut sich Meyer. "Starke neue Produkte, vor allem im professionellen Drahtlossegment, haben den Umsatz um 38,7 Millionen auf 300,4 Millionen Euro wachsen lassen. Das entspricht einer Steigerung um 14,8 Prozent." Kopfhörer von Sennheiser sind nicht nur in Deutschland führend, laut GfK (Gesellschaft für Konsumforschung) erreicht das Unternehmen europaweit in vier von fünf Kopfhörerkategorien wertbasiert hervorragende Marktanteile, die zum Teil bei einem Drittel des Marktumsatzes liegen. Auch die professionelle Drahtlostechnik, die den größten Umsatzanteil ausmacht, entwickelte sich hervorragend, ebenso das Joint Venture Sennheiser Communications, das als Spezialist für Headsets im Contact-Center-, Office- und PC-Bereich seinen Umsatz um 65 Prozent steigerte. "Auch mit dem Gruppenertrag sind wir sehr zufrieden. Wir haben kräftig zugelegt, denn aus dem nominell leicht gesunkenen Ertrag müssen die Sondereffekte des Vorjahres herausgerechnet werden." 2004 ergab sich bei einem Ertrag von 13,6 Millionen Euro ein positiver Sondereffekt von insgesamt 6,0 Millionen Euro aus Versicherungsentschädigungen für den Brand am irischen Produktionsstandort; für 2005 belief sich der abschließende Sondereffekt aus dem Brandschaden auf 2,2 Millionen Euro bei einem Ertrag von 13,0 Millionen Euro. Weltweit stieg die Mitarbeiterzahl des Audiospezialisten auf durchschnittlich 1.668;
57 Prozent davon arbeiten in Deutschland.


Foto: Sennheiser-Unternehmensleitung, von links nach rechts:
Dr. Heinrich Esser, Rolf Meyer, Stefan Junker und Volker Bartels

Zweistelliges Wachstum in allen Regionen
In allen Vertriebsregionen erzielten die Sennheiser-Tochtergesellschaften und Partner zweistellige Wachstumsraten: Der amerikanische Kontinent legte um 15,0 Prozent auf 88,9 Millionen Euro zu und blieb damit umsatzstärkste Region, gefolgt von der Region West- & Südeuropa und Afrika mit 75,8 Millionen Euro Umsatz (plus 10,7 Prozent). Der Umsatz in Mitteleuropa stieg um 18,9 Prozentpunkte auf 61 Millionen Euro; in Nord- und Osteuropa wurden 46,4 Millionen Euro umgesetzt (plus 13,2 Prozent). Die höchste Steigerungsrate verzeichnete die Region Asien und Australien mit 19,6 Prozent, der Umsatz wuchs auf 28,3 Millionen Euro. Insgesamt wurden 82,5 Prozent des Umsatzes außerhalb Deutschlands erzielt.

Wachstum in allen Industriebereichen
Alle von Sennheiser bedienten Industriesegmente trugen 2005 zum Wachstum bei: Den größten Anteil am Umsatz hält nach wie vor die Drahtlostechnik (27,2 Prozent), gefolgt von Kopfhörern (22,2 Prozent) und drahtgebundenen Mikrofonen (10,6 Prozent). Konferenz- und Informationstechnik machte 7,8 Prozent aus, Audiologie 7,3 Prozent. Der Umsatz mit Produkten von Sennheiser Communications stieg auf 5,1 Prozent, gefolgt von Neumann-Mikrofonen, Produkten für die Luftfahrt und den Produkten der neuen Tochter K+H Vertriebs- und Entwicklungsgesellschaft mbH.

Produktion und Logistik
Um Wechselkurseffekte durch den schwachen Dollar natürlich auszugleichen, wurde die Politik der verstärkten Beschaffung und Produktion im US-Dollar-Raum fortgesetzt. "2005 konnten wir den Anteil der in US-Dollar eingekauften Materialien und Produkte auf mehr als 65 Prozent steigern", berichtet Volker Bartels, Geschäftsführer Produktion und Logistik. Am Standort Albuquerque in den USA wurden die Produktionsaktivitäten ausgeweitet: "Teile der deutschen Drahtlosproduktion, insbesondere der evolution wireless-Serie, sind 2005 nach Albuquerque verlagert worden. Trotzdem bleibt Drahtlostechnik der Schwerpunkt der Produktion in Deutschland."

Ein weiterer Fokus lag 2005 auf der Umstellung der Produktion auf RoHS-konforme Prozesse und Bauteile. "Die in der europäischen Richtlinie genannten gefährlichen Inhaltsstoffe sind komplett aus unseren Produkten verbannt", so Bartels. "Alle Werke arbeiten RoHS-konform." Die Fertigungstechnologien wurden in den deutschen Sennheiser-Werken Wennebostel und Burgdorf in großem Umfang modernisiert, u.a. durch Röntgentechnik für die Qualitätskontrolle in der Elektronikfertigung. Das Werk in Tullamore wurde mit modernster Fertigungstechnik für akustische Wandler ausgestattet und bildet nun das Rückgrat für das stark wachsende Consumer-Geschäft. Die logistischen Prozesse innerhalb der Gruppe wurden weiter optimiert.

Erfolg durch Forschung & Entwicklung
Der Anteil neuer Produkte (= Produkte im Einführungsjahr plus Folgejahr) am Umsatz hielt sich auf dem hohen Vorjahresniveau: "44,7 Prozent machten unsere Neuentwicklungen am Umsatz aus", berichtet Dr. Heinrich Esser, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung. "2005 waren das zum Beispiel der neue Spitzen-Handsender SKM 5200 und das neue drahtlose Monitorsystem 3250. Neue Kopfhörermodelle, sowohl im Bereich klassischer Kopfhörer als auch bei unseren faltbaren PX- und PXC-Modellen, beeinflussten das Consumer-Geschäft positiv." Die Drahtlostechnik des Unternehmens wurde weiter optimiert, um der Spektrumsproblematik entgegenzutreten, die durch die Einführung von DVB-T und die Vergabe von Sendefrequenzräumen an andere Dienste entstanden ist. "Drahtlossysteme von Sennheiser sind im Zeitalter des digitalen Fernsehens eine zukunftssichere Investition."

Im kalifornischen Palo Alto gründete Sennheiser 2005 ein neues Forschungsbüro, das sich in Zusammenarbeit mit Universitäten und High-Tech-Unternehmen des Silicon Valley auf die Entwicklung digitaler Signalverarbeitung spezialisiert. Insgesamt wendete die Sennheiser-Gruppe 2005 21,7 Millionen Euro für Forschung & Entwicklung auf; Investitionsschwerpunkte waren das Rapid Prototyping, eine Hochpegelmesskabine, Software-Entwicklungsumgebungen sowie modernste Hochfrequenz- und Audio-Messtechnik.

Ausblick
Auch das erste Halbjahr 2006 ist für Sennheiser sehr erfolgreich verlaufen. Und die Weichen sind für weiteres Wachstum gestellt: "Wir werden unser weltweites Vertriebsnetz noch verstärken", sagt Rolf Meyer. "Mitte 2005 haben wir Sennheiser Nordic eröffnet und unsere Vertriebsaktivitäten im skandinavischen Raum intensiviert. Als nächstes möchten wir eine Tochtergesellschaft in Russland gründen."

Download dieser Pressemitteilung (507 kB):
press_release_bilanzmeldung.zip

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