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Kurzlebenslauf Prof. Dr. Fritz Sennheiser
22.04.2002
Kurzlebenslauf Prof. Dr. Fritz Sennheiser

Geboren am 9. Mai 1912 in Berlin

1932
Abitur in Berlin
Berufswunsch: Gartenarchitekt, wegen der damaligen Rezession nicht möglich

1932 – 1936
Studium an der Technischen Hochschule in Berlin: Elektrotechnik mit Schwerpunkt Nachrichtentechnik

1936
Diplomarbeit am Heinrich-Hertz-Institut für
Schwingungsforschung (Berlin), danach dort Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent

1938
Wechsel nach Hannover, dort am Aufbau des Instituts für Hochfrequenztechnik und Elektroakustik beteiligt

1940
Promotion zum Dr.-Ing.

1940 – 1945
Arbeit auf dem Gebiet des Chiffrierwesens am Institut für Hochfrequenztechnik und Elektroakustik, TH Hannover

1943 – 1980
Lehrtätigkeit; Vorlesungen in Hochfrequenztechnik I / II / III, Elektronenröhren I / II, Elektroakustik I / II; später nur noch Elektroakustik I / II

1943
totaler Bombenschaden in Hannover, Umzug des Instituts nach Wennebostel

1960
Honorar-Professur an der TH Hannover

1962 – 1976
Vorsitzender des Fachverbandes Audio- und Videotechnik im Zentralverband der Elektrotechnischen Industrie e.V. (ZVEI)

1964 – 1970
Mitglied des Vorstandes im ZVEI

1970 – 1980
Mitglied des Präsidiums im ZVEI

ab 1970
Mitglied des Arbeitskreises “Forschung und Entwicklung” im ZVEI

1976
Ehrenvorsitzender im Fachverband Audio- und Videotechnik im ZVEI

ab 1971
Vorsitzender der Forschungsgemeinschaft “Elektrotechnik” im ZVEI

1980
ZVEI-Ehrenmitgliedschaft

1981
Verleihung der Karmarsch-Gedenkmünze durch die Hannoversche Hochschulgemeinschaft

Aufbau der Sennheiser electronic GmbH & Co. KG

1.6.1945
Gründung des Handwerksbetriebs “Labor W” (40.000 DM Startkapital), Eintragung in die Handwerksrolle

Erste Produkte: Röhrenvoltmeter und Impedanzmesser für Siemens, dann Nachbau des dynamischen Mikrofons DM-1

1947
Entwicklung eines eigenen Mikrofons, des MD 2, damit Einstieg in das Mikrofongeschäft. Das MD 2 war aufgrund seiner hohen Qualität bei Rundfunkanstalten sehr gefragt und verkauft sich bald auch unabhängig von Siemens

1958
Umbenennung des Unternehmens in “Sennheiser electronic”; Wechsel zur Industrie- und Handelskammer

1973
Umwandlung der Firma Sennheiser electronic in eine Kommanditgesellschaft durch Aufnahme des Sohnes Dr. Jörg Sennheiser als Kommanditist

1977
Eröffnung einer zweiten Produktionsstätte in Burgdorf

1982
Prof. Dr. Fritz Sennheiser legt die Geschäftsführung in die Hände seines Sohnes Prof. Dr. Jörg Sennheiser

1990
Einweihung einer Produktionsstätte in Irland

1991
Übernahme der Georg Neumann GmbH, Berlin

1996
Umwandlung der Sennheiser electronic KG in eine GmbH & Co. KG, Prof. Dr. Jörg Sennheiser wird Vorsitzender des Aufsichtsrats

2000
Eröffnung der vierten Produktionsstätte in Albuquerque (US-Bundesstaat New Mexico)

Eröffnung eines hochmodernen Fertigungsgebäudes am Sennheiser-Stammsitz in Wennebostel

Produkte / Meilensteine

1947
Erster Mikrofoneigenbau, das MD 2

1949
Entwicklung der ersten Leistungsverstärker, die schon damals der späteren HiFi-Norm entsprachen

1954
Produkteinführung des dynamischen Mikrofons MD 21, das noch heute bei Rundfunk und Fernsehen weit verbreitet ist

1956
Entwicklung des ersten Telemikrofons MD 82

1958
Die drahtlose Mikrofonanlage “Mikroport” erobert Fernsehen und Bühne

1960
Einführung des Studio-Mikrofons MD 421, von dem schon mehr als 400.000 Stück verkauft wurden

1962
Entwicklung des Kondensator-Richtrohrmikrofons für Film und Fernsehen

1968
Entwicklung des ersten “offenen” Kopfhörers der Welt. Der HD 414 bleibt bis heute der meistgekaufte Kopfhörer weltweit

1976
Einführung der Infrarot-Übertragungstechnik mit dem Sender SI 406 und dem Hörer HDI 406

1979
Entwicklung des Rauschunterdrückungsverfahrens “HiDyn”

1980
Vorstellung des drahtlosen Gesangsmikrofons SKM 4031 – heute ein Klassiker

1981
Deutliche Miniaturisierung durch den neuen Sender SK 2012 und den Empfänger EM 1036

1983
Neuartige Hörhilfe “Conferette C2”, einer Kombination aus Hörverstärker und Infrarot-Empfänger

1985
Neue Studio-Kondensatormikrofone für die Anforderungen an digitale Aufnahmetechnik

1988
Vorstellung des NoiseGard-Kopfhörers LH 1C mit aktiver Lärmkompensation

1989
Entwicklung des ersten drahtlosen Mischpultes für die Außenübertragung

1991
Vorstellung des nach Urteil der Fachpresse besten Kopfhörers der Welt: Orpheus, ein elektrostatischer Kopfhörer mit Röhrenverstärker

1993
Entwicklung des weltweit ersten digitalen Infrarot-Kopfhörers IS 850

1998
Inbetriebnahme der speziell für Sennheiser entworfenen evolution Mikrofon-Fertigungslinie

1999
Mikrofontechnik wird in DVD-Qualität realisiert: das MKH 800 besitzt einen Übertragungsbereich von über 40.000 Hz

Launch der evolution wireless Serie, bis heute Sennheisers erfolgreichste drahtlose Mikrofonserie

Bedeutende Auszeichnungen

1987
Verleihung des “Scientific and Engineering Award”, des technischen Oscars, für das Rohrrichtmikrofon MKH 816

1996
Verleihung des “Emmy Award” der US-Fernsehindustrie für Pionierleistungen auf dem Gebiet der drahtlosen Übertragungstechnik

1998
Innovationspreis der deutschen Wirtschaft in der Kategorie Mittelständische Unternehmen für das mit dem israelischen Unternehmen Phone-Or entwickelte optische Mikrofon

1999
Innovationspreis der deutschen Wirtschaft in der Kategorie Mittelständische Unternehmen für die Entwicklung des AudioBeam

Die Sennheiser-Tochter Georg Neumann GmbH, Berlin, erhält den Technical Grammy für das technische Gesamtwerk