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| Kurzlebenslauf Prof. Dr. Fritz Sennheiser |
Kurzlebenslauf Prof. Dr. Fritz Sennheiser
Geboren am 9. Mai 1912 in Berlin
1932 Abitur in Berlin Berufswunsch: Gartenarchitekt, wegen der damaligen Rezession nicht möglich
1932 – 1936 Studium an der Technischen Hochschule in Berlin: Elektrotechnik mit Schwerpunkt Nachrichtentechnik
1936 Diplomarbeit am Heinrich-Hertz-Institut für Schwingungsforschung (Berlin), danach dort Tätigkeit als wissenschaftlicher Assistent
1938 Wechsel nach Hannover, dort am Aufbau des Instituts für Hochfrequenztechnik und Elektroakustik beteiligt
1940 Promotion zum Dr.-Ing.
1940 – 1945 Arbeit auf dem Gebiet des Chiffrierwesens am Institut für Hochfrequenztechnik und Elektroakustik, TH Hannover
1943 – 1980 Lehrtätigkeit; Vorlesungen in Hochfrequenztechnik I / II / III, Elektronenröhren I / II, Elektroakustik I / II; später nur noch Elektroakustik I / II
1943 totaler Bombenschaden in Hannover, Umzug des Instituts nach Wennebostel
1960 Honorar-Professur an der TH Hannover
1962 – 1976 Vorsitzender des Fachverbandes Audio- und Videotechnik im Zentralverband der Elektrotechnischen Industrie e.V. (ZVEI)
1964 – 1970 Mitglied des Vorstandes im ZVEI
1970 – 1980 Mitglied des Präsidiums im ZVEI
ab 1970 Mitglied des Arbeitskreises “Forschung und Entwicklung” im ZVEI
1976 Ehrenvorsitzender im Fachverband Audio- und Videotechnik im ZVEI
ab 1971 Vorsitzender der Forschungsgemeinschaft “Elektrotechnik” im ZVEI
1980 ZVEI-Ehrenmitgliedschaft
1981 Verleihung der Karmarsch-Gedenkmünze durch die Hannoversche Hochschulgemeinschaft
Aufbau der Sennheiser electronic GmbH & Co. KG
1.6.1945 Gründung des Handwerksbetriebs “Labor W” (40.000 DM Startkapital), Eintragung in die Handwerksrolle
Erste Produkte: Röhrenvoltmeter und Impedanzmesser für Siemens, dann Nachbau des dynamischen Mikrofons DM-1
1947 Entwicklung eines eigenen Mikrofons, des MD 2, damit Einstieg in das Mikrofongeschäft. Das MD 2 war aufgrund seiner hohen Qualität bei Rundfunkanstalten sehr gefragt und verkauft sich bald auch unabhängig von Siemens
1958 Umbenennung des Unternehmens in “Sennheiser electronic”; Wechsel zur Industrie- und Handelskammer
1973 Umwandlung der Firma Sennheiser electronic in eine Kommanditgesellschaft durch Aufnahme des Sohnes Dr. Jörg Sennheiser als Kommanditist
1977 Eröffnung einer zweiten Produktionsstätte in Burgdorf
1982 Prof. Dr. Fritz Sennheiser legt die Geschäftsführung in die Hände seines Sohnes Prof. Dr. Jörg Sennheiser
1990 Einweihung einer Produktionsstätte in Irland
1991 Übernahme der Georg Neumann GmbH, Berlin
1996 Umwandlung der Sennheiser electronic KG in eine GmbH & Co. KG, Prof. Dr. Jörg Sennheiser wird Vorsitzender des Aufsichtsrats
2000 Eröffnung der vierten Produktionsstätte in Albuquerque (US-Bundesstaat New Mexico)
Eröffnung eines hochmodernen Fertigungsgebäudes am Sennheiser-Stammsitz in Wennebostel
Produkte / Meilensteine
1947 Erster Mikrofoneigenbau, das MD 2
1949 Entwicklung der ersten Leistungsverstärker, die schon damals der späteren HiFi-Norm entsprachen
1954 Produkteinführung des dynamischen Mikrofons MD 21, das noch heute bei Rundfunk und Fernsehen weit verbreitet ist
1956 Entwicklung des ersten Telemikrofons MD 82
1958 Die drahtlose Mikrofonanlage “Mikroport” erobert Fernsehen und Bühne
1960 Einführung des Studio-Mikrofons MD 421, von dem schon mehr als 400.000 Stück verkauft wurden
1962 Entwicklung des Kondensator-Richtrohrmikrofons für Film und Fernsehen
1968 Entwicklung des ersten “offenen” Kopfhörers der Welt. Der HD 414 bleibt bis heute der meistgekaufte Kopfhörer weltweit
1976 Einführung der Infrarot-Übertragungstechnik mit dem Sender SI 406 und dem Hörer HDI 406
1979 Entwicklung des Rauschunterdrückungsverfahrens “HiDyn”
1980 Vorstellung des drahtlosen Gesangsmikrofons SKM 4031 – heute ein Klassiker
1981 Deutliche Miniaturisierung durch den neuen Sender SK 2012 und den Empfänger EM 1036
1983 Neuartige Hörhilfe “Conferette C2”, einer Kombination aus Hörverstärker und Infrarot-Empfänger
1985 Neue Studio-Kondensatormikrofone für die Anforderungen an digitale Aufnahmetechnik
1988 Vorstellung des NoiseGard-Kopfhörers LH 1C mit aktiver Lärmkompensation
1989 Entwicklung des ersten drahtlosen Mischpultes für die Außenübertragung
1991 Vorstellung des nach Urteil der Fachpresse besten Kopfhörers der Welt: Orpheus, ein elektrostatischer Kopfhörer mit Röhrenverstärker
1993 Entwicklung des weltweit ersten digitalen Infrarot-Kopfhörers IS 850
1998 Inbetriebnahme der speziell für Sennheiser entworfenen evolution Mikrofon-Fertigungslinie
1999 Mikrofontechnik wird in DVD-Qualität realisiert: das MKH 800 besitzt einen Übertragungsbereich von über 40.000 Hz
Launch der evolution wireless Serie, bis heute Sennheisers erfolgreichste drahtlose Mikrofonserie
Bedeutende Auszeichnungen
1987 Verleihung des “Scientific and Engineering Award”, des technischen Oscars, für das Rohrrichtmikrofon MKH 816
1996 Verleihung des “Emmy Award” der US-Fernsehindustrie für Pionierleistungen auf dem Gebiet der drahtlosen Übertragungstechnik
1998 Innovationspreis der deutschen Wirtschaft in der Kategorie Mittelständische Unternehmen für das mit dem israelischen Unternehmen Phone-Or entwickelte optische Mikrofon
1999 Innovationspreis der deutschen Wirtschaft in der Kategorie Mittelständische Unternehmen für die Entwicklung des AudioBeam
Die Sennheiser-Tochter Georg Neumann GmbH, Berlin, erhält den Technical Grammy für das technische Gesamtwerk
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