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 PresseHome » Presse » Pressearchiv » Archiv 2. Quartal 2002 
Schüler lernen besser
28.06.2002 Wedemark
Universität Oldenburg: Schüler lernen besser, wenn die Akustik stimmt
Das Institut zur Erforschung von Mensch-Umwelt-Beziehungen der Universität Oldenburg hat in einer aktuellen Studie den Einfluss der Raumakustik auf die Leistungen von Grundschülern untersucht. In diesem Zusammenhang kam das Soundfield-System von Elektroakustikspezialist Sennheiser zum Einsatz. „Die positiven Ergebnisse der Studie zeigen neue Wege für die Verbesserung der akustischen Verhältnisse in Klassenräumen auf“, sagt Rolf Meyer, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb der Sennheiser electronic GmbH & Co. KG. Im Ergebnis zeigten sich statistisch nachweisbare Leistungsverbesserungen, wenn Kindern Sprachmaterial über das Soundfield-System angeboten wurde. 



Lehr- und Lernerfolge leiden unter zu hohem Grundgeräuschpegel, langen Nachhallzeiten und ungünstiger Raumgeometrie. Sprache wird falsch oder gar nicht verstanden. „Sind die Störgeräusche im Vergleich zum Sprachsignal zu laut, werden die Sprachlaute durch den Lärm maskiert,“ erklärt Rolf Meyer. „Das gleiche passiert mit Sprachsignalen, die aufgrund raumakustischer Gegebenheiten verzerrt bei den Schülern ankommen.“

Besonders jüngere Kinder, deren Sprachentwicklung noch nicht abgeschlossen ist, leiden unter ungünstigen akustischen Bedingungen. An dem Raumakustiktest der Universität Oldenburg nahmen 20 Zweitklässler und 18 Drittklässler im Alter zwischen 7 und 11 Jahren teil. Ziel des Oldenburger Tests war festzustellen, ob Schüler, die in einem Klassenzimmer mit optimaler Sprachverständlichkeit lernen, bessere Lernergebnisse haben als Schüler in herkömmlichen Klassenzimmern.

Die Testaufgaben bestanden aus einem Lautdiskriminationstest, einer Überprüfung des Kurzzeitgedächtnisses und dem Ausführen komplexer Anweisungen. Die zu lösenden Aufgaben wurden den Kindern über Kopfhörer mitgeteilt. Jede akustische Anweisung erfolgte unter zwei unterschiedlichen Schallbedingungen: In Schallbedingung A hörten die Kinder die Stimme des Lehrers so wie in einem normalen Klassenzimmer. Schallbedingung B unterstützte die Lehrerstimme durch ein im Klassenraum installiertes Soundfield-System.

„Durch das Soundfield-System wird ein gleichmäßiges Schallfeld im Klassenraum erzeugt. Dadurch ist die Stimme des Lehrers überall in der Klasse gleich gut zu verstehen“, erläutert Christoph Janott, Business Area Manager für Audiologie bei Sennheiser electronic. Beim Soundfield-System trägt der Lehrer ein kleines Mikrofon, das an einen Taschensender angeschlossen ist. Die Stimme des Lehrers wird über den Taschensender drahtlos (= volle Bewegungsfreiheit im Unterricht) an einen Empfänger mit integriertem Verstärker übertragen. Der Empfänger/Verstärker kann zum Beispiel im Klassenschrank stehen. Über Lautsprecher wird dann die Lehrerstimme gleichmäßig wiedergegeben.

Wurde im Test nur die Identifikation des Sprachmaterials gefordert (Lautdiskriminationstest), zeigten sich nur bei den jüngeren Kindern ohne Soundfield-System mehr Fehler. Drittklässler machten unter beiden Schallbedingungen kaum Fehler. Dieses Ergebnis ist wahrscheinlich auf die schnelle Entwicklung des Wortschatzes in den ersten Grundschuljahren zurückzuführen. Die Kurzzeitgedächtnisaufgabe und das Ausführen komplexer Anweisungen machten jedoch neben der Identifikation auch die Speicherung und Verarbeitung der gehörten Informationen im Arbeitsgedächtnis erforderlich.

„Unabhängig von der Altersgruppe zeigten sich hier bei allen Kindern statistisch nachweisbare Leistungsverbesserungen, wenn die Sprache über das Soundfield-System wiedergegeben wurde“, bestätigt Janott. Je komplexer die Testaufgabe war, desto wichtiger wurden die optimalen akustischen Bedingungen. Zur Beurteilung der akustischen Güte eines Raumes reicht es demnach nicht, einen einfachen Sprachverständlichkeits-test durchzuführen bzw. Lernende und Lehrende zu fragen, wie gut sie die Sprache verstehen. „Die Testergebnisse zeigen die große Bedeutung optimaler Hörbedingungen für Grundschüler“, betont Rolf Meyer. „Das Soundfield-System ist durch die leichte, gleichmäßige Verstärkung des Direktschalls ein effektives Mittel zur Verbesserung der Sprachverständlichkeit.“

Als einer der weltweit führenden Hersteller von Mikrofonen, Kopfhörern und drahtlosen Übertragungssystemen erzielte die Sennheiser-Gruppe mit Sitz in der Wedemark im Jahr 2001 einen Umsatz von über 227 Millionen Euro. Der Exportanteil beträgt 82 Prozent. Insgesamt beschäftigt Sennheiser rund 1500 Mitarbeiter, davon 800 in Deutschland. Sennheiser operiert weltweit mit eigenen Tochtergesellschaften in Frankreich, UK, Belgien, den Niederlanden, China, Singapur, Kanada, Mexiko und den USA.

Weitere aktuelle Informationen über Sennheiser finden Sie im Internet unter www.sennheiser.com.

Sennheiser electronic GmbH & Co. KG

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