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 PresseHome » Presse » Pressearchiv » Archiv 2. Quartal 2002 
Sennheiser electronic hört zu...
16.04.2002 Wedemark
Als weltweit führender Anbieter elektroakustischer Produkte und Systeme engagiert sich die Sennheiser electronic GmbH & Co. KG in der Stiftung Zuhören. “Genaues Hin- und Zuhören ist für uns Programm. Nur wer bereit ist, auch jungen Menschen sein Ohr zu leihen, wird die Sprache von morgen schon heute verstehen,” betont Rolf Meyer, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei Sennheiser.

Neben der finanziellen Zustiftung wird Sennheiser die Stiftungsarbeit durch die Bereitstellung professionellen Sound-Equipments unterstützen, zum Beispiel mit Soundfield-Systemen für besseres Verstehen in Klassenräumen sowie Mikrofonen und Kopfhörern. So werden auch Schüler bereits früh mit der Anwendung von professioneller Technik vertraut gemacht, ein wichtiger Beitrag zur Nachwuchsförderung.

“In den vielen Bereichen der Audiotechnik, in denen Sennheiser mit seinen Lösungen vertreten ist, ist auch das bewusste Hören und Zuhören eine wichtige Voraussetzung für die tägliche Kommunikation. Deshalb ergänzt die Stiftung Zuhören unsere Arbeit auf sehr sinnvolle Weise”, so Christoph Janott, Sennheisers Business Area Manager Audiologie.

Als einer der weltweit führenden Hersteller von Mikrofonen, Kopfhörern und drahtlosen Übertragungssystemen erzielte die Sennheiser-Gruppe mit Sitz in der Wedemark im Jahr 2001 einen Umsatz von mehr als 220 Millionen Euro. Der Exportanteil beträgt rund 80 Prozent. Insgesamt beschäftigt Sennheiser mehr als 1400 Mitarbeiter, davon 800 in Deutschland. Sennheiser operiert weltweit mit eigenen Tochtergesellschaften in Frankreich, UK, Belgien, den Niederlanden, China, Singapur, Kanada, Mexiko und den USA.

Weitere aktuelle Informationen über Sennheiser finden Sie im Internet unter www.sennheiser.com oder kontaktieren Sie:

Sennheiser electronic GmbH & Co. KG

Pressereferat
Edelgard Marquardt
Am Labor 1
30900 Wedemark
Fon: +49 (5130) 600-329
Fax: +49 (5130) 600-295
e-Mail: marquare@sennheiser.com
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Pressemitteilung der Stiftung Zuhören vom 16.04.2002

Förderung des Zuhörens als Sozial- und Medienkompetenz

Im Gegensatz zu Lesen und Schreiben wird das Zuhören in Schulen nicht gelehrt. Doch nur wer gelernt hat zuzuhören, kann kommunizieren, verstehen, tolerant sein, Konflikte lösen und mit Medien umgehen. Diese soziale Schlüsselkompetenz zu fördern ist das Anliegen der gemeinnützigen “Stiftung Zuhören”, die am heutigen Dienstag in Gießen gegründet wurde. Stifter sind die Bayerische Landeszentrale für neue Medien (BLM), der Bayerische Rundfunk (BR), die Hessische Landesanstalt für privaten Rundfunk (LPR Hessen) und der Hessischen Rundfunk (hr) über sein Tochterunternehmen hr werbung gmbh sowie die Firma Sennheiser electronic GmbH & Co. KG. Zu den Arbeitsgebieten gehören die Förderung von Zuhören als Sozial- und Medienkompetenz durch Projekte, durch wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema und die Zusammenarbeit mit anderen Bildungs- und Kultureinrichtungen, Organisationen und Unternehmen.

Mit der Gründung der Stiftung werden die Aktivitäten des seit 1999 bestehenden Vereins Zuhören e. V. verstärkt und auf ein solides Fundament gestellt. Leitende Mitarbeiter des Hessischen Rundfunks hatten den Verein gegründet, nachdem 1997 das im Rahmen der documenta X in Kassel veranstaltete hr-Symposium “Ganz Ohr” auf außerordentliche Resonanz gestoßen war. Mit der Vernetzung von Fachleuten und Interessierten, der Gründung von rund fünfzig Hörclubs an Grundschulen in Hessen, Bayern und Thüringen, der Ausrichtung von Fachtagungen und anderen Projekten hat der Verein schon wichtige Schritte in Richtung Zuhör-Förderung bei Kindern und Erwachsenen getan. Die Errichtung einer Stiftung gehörte zu den wichtigsten Zielen des Vereins. “Ich freue mich sehr”, so hr-Intendant Prof. Dr. Klaus Berg und Gründungsmitglied von “Zuhören e. V.”, “dass die bisherigen Aktivitäten des Vereins die Stifter, die heute hier versammelt sind, überzeugt haben, sich mit beträchtlichen finanziellen Mitteln f ür die Sache des Zuhörens in der Stiftung zu engagieren.” Das Stiftungsvermögen beträgt derzeit 475.000 Euro. Weitere Unternehmen und Institutionen sollen zur Zustiftung gewonnen werden, um die ehrgeizigen Projekte realisieren zu können.

Eine wichtige Säule des Konzepts zur medienpädagogischen Förderung des Zuhörens bilden die Hörclubs an Grundschulen. Dort treffen sich Kinder regelmäßig mit Hörclub-Betreuerinnen und -Betreuern zum aktiven Hören. Die Stiftung Zuhören möchte die Zahl der Hörclubs stetig erhöhen und neben Bayern, Hessen und Thüringen auch Schulen anderer Bundesländer für die Idee gewinnen. Geplant ist, auch speziell für Kinder mit Deutsch als Zweit- oder Fremdsprache Hörclubs zu gründen.

Dieser medienpädagogische Ansatz fügt sich nahtlos in entsprechende Aktivitäten der Bayerischen Landeszentrale für neue Medien und der Hessischen Landesanstalt für privaten Rundfunk ein. Denn zu ihren Aufgaben gehört neben der Zulassung privater Radio- und Fernsehanbieter und der Programmaufsicht auch die Förderung der Medienkompetenz. “Die Stiftung Zuhören wird durch die Förderung der Hörkompetenz einen wichtigen Beitrag zu einer sinnvollen Mediennutzung leisten”, so Wolfgang Thaenert, Direktor der LPR Hessen. “Gerade die medienpraktische Arbeit macht Kinder und Jugendliche zu kompetenten Mitgliedern unserer Informationsgesellschaft.” Der Präsident der BLM, Prof. Dr. Wolf-Dieter Ring, begrüßte bei der Stiftungs-Gründung vor allem die Kooperation zwischen öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten und Landesmedienanstalten: “Die Gründung der Stiftung Zuhören zeigt, dass die Förderung der Medienkompetenz von Kindern und Jugendlichen als wichtige gesellschaftspolitische Aufgabe von beiden Systemen anerkannt und vor allem gemeinsam angegangen wird.”

Zuhören hat natürlich auch viel mit Radiohören zu tun. Zwar wird das Radio heute in erster Linie als Begleitmedium im Hintergrund genutzt. Dem tragen die meisten Hörfunkprogramme mit leicht konsumierbaren Formaten Rechnung. “Dagegen ist auch nichts einzuwenden”, erklärte BR-Intendant Dr. Thomas Gruber in Gießen. “Als öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt bieten wir aber nicht nur solch massenattraktive Formate an, sondern eben auch anspruchsvolle Kulturprogramme”, so Gruber weiter. “Eine notwendige Voraussetzung für die Akzeptanz dieser Sendungen beim Publikum ist die Bereitschaft und die Fähigkeit des Hörers, sich auf das Programm einzulassen und sich zu konzentrieren.” Dieses aktive Zuhören wolle der Bayerische Rundfunk unter anderem durch seine Beteiligung an der Stiftung fördern. So soll das anvisierte Projekt der Stiftung “Radio in die Schule” jungen Menschen das Hören nahe bringen. Erfahrene Radiomacher gehen in die Schule und begleiten die Schüler bei der Produktion von Radiosendungen.

Zu der Aufgabenpalette der Stiftung Zuhören gehören weiterhin die wissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema über Tagungen und die Förderung ent-sprechender Forschungsarbeiten. Außerdem möchte die Stiftung Zuhör-Seminare für Manager entwickeln und Kurse für Multiplikatoren wie beispielsweise Lehrer anbieten. Die ersten drei Bände der Edition Zuhören zu interdisziplinären Aspekten des Zuhörens (“Ganz Ohr”), Hörclubs an Schulen (“Hörspaß”) und über die “Akustisch gestaltete Schule” erscheinen in diesem Frühjahr im Verlag Vandenhoeck & Ruprecht.

Weitere Informationen zur “Stiftung Zuhören” gibt es im Internet unter www.zuhoeren.de.