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 PresseHome » Presse » Pressearchiv » Archiv 2. Quartal 2002 
Sennheiser wächst gegen den Trend
17.06.2002 Wedemark
Bilanz-Pressekonferenz der Sennheiser electronic GmbH & Co. KG
Die Sennheiser-Gruppe hat im letzten Jahr trotz einer international angespannten Marktsituation ihre weltweite Position im Markt gefestigt und weiter ausgebaut. Sie steigerte ihren konsolidierten Umsatz um 12,3 Prozent auf 227,4 Millionen Euro. Größte Wachstumsfelder sind drahtlose Mikrofone für die Musikindustrie und Kopfhörer für die Unterhaltungselektronik. 


Dr. Heinrich Esser, Geschäftsführer Produktion; Volker Bartels, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung; Rolf Meyer, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb (von links)

Die Steigerung des Umsatzes übertraf vor allem im amerikanischen Markt die Erwartungen bei weitem. Der Ertrag der Sennheiser–Gruppe stieg 2001 um fast 5 Prozent auf 12 Millionen Euro. Dieser Erfolg begründet sich vor allem in der im Jahr 2000 eingeführten drahtlosen Mikrofon-Serie „evolution wireless“ und dem neuen Taschensender SK 5012 für die Bühne – zwei Sennheiser-Innovationen, die das Geschäftsjahr 2001 des Konzerns wesentlich prägten.

„Mit neuen Produkten und effizientem Marketing ist es uns im letzten Jahr erneut gelungen, trotz eines insgesamt leicht schrumpfenden Marktes in nahezu allen bedienten Regionen und Produktbereichen deutlich zuzulegen“, sagte Rolf Meyer, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, am 17. Juni anlässlich der Bilanzvorlage der Sennheiser-Gruppe in der Wedemark. „Sennheiser unterstreicht damit seine Rolle als führender Anbieter elektroakustischer Systeme auf dem Weltmarkt.“

Zweistelliges Wachstum in Übersee
Mit einem Umsatzplus von 26,4 Prozent auf 67,2 Millionen Euro entwickelte sich Amerika im letzten Jahr zum dynamischsten Absatzmarkt des Konzerns. Es überholte damit erstmals die bisher größte Wirtschaftsregion der Sennheiser-Gruppe West-/Südeuropa und Afrika, die um 6,1 Prozent auf 62,2 Millionen Euro wachsen konnte. Überdurchschnittlich entwickelte sich auch das Geschäft in Asien und Australien mit einer Steigerung von 19,1 Prozent auf 19,6 Millionen Euro. Ebenso zulegen konnte Sennheiser in Nord- und Osteuropa mit einem Wachstum von 18,4 Prozent auf 33,3 Millionen Euro. Der Exportanteil beträgt insgesamt 82 Prozent.

Auch im Inland ist es Sennheiser gelungen, Marktanteile hinzu zu gewinnen: Bei Kopfhörern und Infrarotsystemen erhöhte das Unternehmen seinen Marktanteil in Deutschland um 3 Prozent auf fast 30 Prozent. Im Gesamtmarkt Zentraleuropa hingegen entwickelte sich das Umsatzvolumen leicht rückläufig um 2,4 Prozent auf 45,2 Millionen Euro. Sennheiser hat auf diese konjunkturbedingte Entwicklung bereits reagiert mit einer Verstärkung des Vertriebs durch die Fusion der Sennheiser Vertrieb GmbH mit den Vertriebspartnern Gerdes Elektronik in Magdeburg und Diekhöner Kommunikationssysteme KG in Osnabrück zum 1.7.2002. „Mit der neuen Sennheiser Vertrieb und Service GmbH & Co. KG bündeln wir unsere Kräfte und schaffen deutlich leistungsfähigere Strukturen, die uns in die Lage versetzen, den anspruchsvollen deutschen Markt noch besser zu bedienen“, kommentiert Meyer diese Initiative.

König Fußball und Regenwald, Schlagerstars und König der Löwen
Drahtlose Übertragungstechnologien für Kopfhörer und Mikrofone von Sennheiser haben ihren Siegeszug in der Musikindustrie und Unterhaltungselektronik im letzten Jahr weiter fortgesetzt. Dafür stehen Publikumsmagneten wie das Musical „König der Löwen“ in Hamburg und das Regenwaldhaus in Hannover ebenso wie der GrandPrix d’Eurovision in Estland und die Fußball-Weltmeisterschaft in Japan und Korea. Künstler wie Veranstalter setzen dabei auf professionelle elektroakustische Systeme von Sennheiser.

Ein Highlight des letzten Jahres war die weltweit erste Installation des neuen GuidePort-Systems von Sennheiser im Regenwaldhaus Hannover. „Im Markt der Museumsführungssysteme haben wir mit GuidePort auf der Basis digitaler Funktechnik ein völlig neuartiges, intelligentes System entwickelt, das heute bereits in m ehreren Ländern erfolgreich eingesetzt wird“, erläutert Volker Bartels, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung. Ebenso spektakulär war die Einführung des neuen Taschensenders
SK 5012, des kleinsten professionellen Bodypack-Senders der Welt. Seine Premiere feierte das Sennheiser-Produkt im letzten Jahr auf der Bühne des Musicals „König der Löwen“ in Hamburg.
In der Musikindustrie nutzen immer mehr Stars die drahtlosen Mikrofone von Sennheiser. Dieser Bereich hat sich im letzten Jahr mit einem Umsatzanteil von 31,3 Prozent zum stärksten Geschäftsfeld der Sennheiser-Gruppe entwickelt. Drahtgebundene Mikrofone steuerten 14,7 Prozent des Umsatzes bei, während Kopfhörer mit 16,8 Prozent den zweitgrößten Umsatzanteil ausmachten. „Wir haben die Zusammenarbeit mit international führenden Künstlern weiter ausgebaut“, so Meyer. „Ob Madonna und Sting, Sasha oder No Angels, alle vertrauen auf den Klang und den Service von Sennheiser.“

Effizienz der Produktionsstätten erhöht
Am irischen Produktionsstandort Tullamore hat Sennheiser seine Fertigungs- und Büroflächen im Jahr 2001 durch den Kauf eines neuen Werksgebäudes verdoppelt. Hier hat Sennheiser die Produktion von Kopfhörern konzentriert. „Mit dem neuen Werksgebäude haben wir die Voraussetzung geschaffen für die Optimierung der logistischen Prozesse, die Einführung von ‚team working’ und damit für eine deutliche Produktivitätssteigerung“, sagt Dr. Heinrich Esser, Geschäftsführer Produktion. Die neue „evolution wireless“-Serie drahtloser Mikrofone wird in Albuquerque, New Mexico, seit April 2001 für den amerikanischen Markt produziert. Dank eines stabilen Preisniveaus und einer verbesserten Materialverfügbarkeit vor allem bei elektronischen Komponenten war die Beschaffungssituation für Sennheiser im Geschäftsjahr 2001 unproblematisch.

Forschung und Entwicklung stärker vernetzt
Den Fokus ihrer Forschungsaktivitäten legt die Sennheiser-Gruppe auf die Weiterentwicklung analoger und digitaler Hochfrequenz-Übertragungstechnologie. „Mit dem Miniatursender SK 5012 für die Bühne und dem Übertragungssystem Set 800 für den Heimgebrauch haben wir neue Maßstäbe gesetzt“, sagt Volker Bartels, Geschäftsführer Forschung & Entwicklung. Insgesamt hat die Gruppe im letzten Jahr 11,8 Millionen Euro in diesen Bereich investiert und hier in verstärktem Maße Personal rekrutiert. Hinzu kommt die Einführung eines neuartigen Projektmanagements, das die Vernetzung der internen und externen Entwicklungsfunktionen erheblich verbessert. Der überarbeitete Prozess führt zu einem wesentlich schnelleren Wissenstransfer zwischen Forschung und Entwicklung des Unternehmens.

Neue Arbeitsplätze und Investitionen sichern weiteres Wachstum
Im Jahr 2001 beschäftigte die Sennheiser-Gruppe durchschnittlich 1.418 Mitarbeiter, was einer Steigerung von 10,7 Prozent entspricht. 61 Prozent der Mitarbeiter sind an den Standorten Burgdorf, Wennebostel, Hannover und Berlin beschäftigt. Insgesamt hat Sennheiser im letzten Jahr rund 140 Arbeitnehmer und Auszubildende eingestellt, vor allem im Bereich Forschung und Entwicklung konnten vakante Stellen besetzt werden. Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahr um 14,2 Prozent gestiegen. Die Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögensstände betrugen 11,6 Millionen Euro. Einen Schwerpunkt bildete dabei die Einführung eines neuen ERP-Systems, das für alle Konzerngesellschaften zum Einsatz kommen soll.

„In einer sich global wandelnden Gesellschaft wächst die Bedeutung von Kulturaustausch und Kommunikation. Als einer der weltweit führenden Anbieter von elektroakustischen Systemen sehen wir der Zukunft optimistisch entgegen.

Denn wir sind weltweit sowohl technologisch als auch im Marketing und in der Künstlerbetreuung hautnah mit den Wachstumsfeldern der modernen Freizeitgesellschaft verbunden“, so der Ausblick von Rolf Meyer.

Weitere Informationen über:

Sennheiser electronic GmbH & Co. KG

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