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| Sennheiser stellt automatisches Besucher Informationssystem vor |
Für die Besucher von Ausstellungen und Freizeitparks hat Audio-Spezialist Sennheiser ein völlig neues Informationssystem entwickelt. Beim Sennheiser-System “GuidePort” kann der Besucher seine Route frei planen, denn die Audioinformationen “folgen” ihm – und nicht er der Information. Neben der klassischen Sprachwahl bietet GuidePort ein besonderes Extra: Man kann zwischen mehreren Informationsniveaus wählen. So können Museen zum Beispiel maßgeschneiderte Informationen für Kinder und Erwachsene anbieten. Da GuidePort mit Funkübertragung arbeitet, kann man es im Gegensatz zu Infrarotsystemen problemlos bei Tageslicht im Freien einsetzen: Der Ton bleibt klar verständlich.
“Bei der Besucherführung haben wir traditionell eine hohe Kompetenz,” so Rolf Meyer, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb bei Sennheiser. “Daher sind wir auf GuidePort besonders stolz, denn es ist ein System mit durchweg neuen Komponenten und einer innovativen Logik, mit dem wir in diesem Bereich neue Maßstäbe setzen.” Norbert Hilbich, Produktmanager für GuidePort, ergänzt: “Dank der Liberalisierung der Hochfrequenzbereiche in den letzten Jahren wurde bei 2,4 Gigahertz ein Fenster frei, das für Führungssysteme dieser Art wie geschaffen ist. Mit Ausnahme von Japan kann jeder Anwender dieses Band frei benutzen, er muss seine Anlage nicht lizenzieren.”
Nieder mit den Endlosschleifen “Am Anfang der Produktentwicklung stand eine Marktumfrage”, sagt Norbert Hilbich. “Wir wollten zum Beispiel wissen, was Besucher an Führungssystemen am meisten “nervt”. Das Ergebnis: die Endlosschleifen. Die Besucher treten in diese Schleife, der Sprecher ist bereits irgendwo in der Mitte des Textes, und die Besucher müssen nun zuerst das Ende hören und dann noch mal den Anfang. Eine zentrale Forderung war daher: Weg mit den Endlosschleifen!”
Bei GuidePort funktioniert das so: Neben einem Exponat ist ein “Identifier” angebracht, ein kleiner Sender, der eine Kennung abstrahlt. Jede Kennung gehört zu einem bestimmten Text. Tritt ein Besucher in den Sendebereich des Identifiers, so spielt sein Empfänger nach einer einstellbaren Zeit – typisch ist 1 Sekunde – den Exponatstext von Anfang an. __________
 1. Besucher mit GuidePort-Empfänger 2. Empfängerausgabe direkt vom Ladegerät 3. Der Identifier löst das zum Exponat gehörige Audioprogramm aus 4. Die Zellsender werden von einem zentralen PC mit den Audioinformationen versorgt 5. An die Zellsender sind Antennenmodule angeschlossen, die die Informationen abstrahlen __________
Mein Informationsbereich – Dein Informationsbereich Jedes Exponat hat durch den Identifier einen bestimmten Radius, in dem “seine” Informationen ausgelöst werden. Bei benachbarten Ausstellungsstücken kann der Empfänger verschieden voreingestellt werden. Norbert Hilbich: “Ein Text kann zum Beispiel so lange weiterlaufen, bis man in die unmittelbare Nähe des nächsten Exponats kommt. Dann wird ausgeblendet, und der neue Text beginnt. Es ist aber auch möglich, den Text auszublenden, sobald der Besucher einen bestimmten Abstand vom Identifier hat. Der Senderadius des Identifiers beträgt üblicherweise drei Meter, er lässt sich aber in Schritten von 10% verkleinern. Will man den Radius vergrößern – zum Beispiel bei einer Riesenskulptur oder einem größeren Bereich in einem Themenpark – setzt man einfach mehrere Identifier ein, die alle die selbe Information auslösen.”
Ein niveauvolles System Mit GuidePort lassen sich problemlos maßgeschneiderte Führungen veranstalten, denn auf dem handlichen Empfänger kann der Besucher neben verschiedenen Sprachen auch zwischen verschiedenen Informationsniveaus wählen. So werden Ausstellungs-besuche für Kinder interessanter, und Experten langweilen sich nicht über Informationen, die für den “Normalbürger” gerade richtig sind.
Di
e Technik dahinter GuidePort speichert sämtliche Audiodaten in einem zentralen Rechner, der die Informationen an so genannte “Zellsender” in den Ausstellungsräumen schickt. Über Antennenmodule senden die Zellsender kontinuierlich alle Audioinformationen für ihren Bereich (“Zelle”) der Ausstellung. Betritt ein Besucher diesen Bereich, so lädt sich der Empfänger alle Texte dieser “Zelle” in seinen RAM-Speicher. Aufgrund der Auswahl, die der Besucher getroffen hat, weiß der Empfänger, was er sich “holen” soll – zum Beispiel “Spanisch/Experten-Niveau”. Da der Empfänger alle Texte eines Bereiches speichert, kann der Besucher sich dort frei bewegen – ihm stehen alle Erläuterungen zur Verfügung, die dann von den Identifiern ausgelöst werden. _________

Das GuidePort-System wird den Museums- und Ausstellungsbereich revolutionieren. Unser Bild zeigt den Empfänger für die Besucher, den praktischen Clip-Hörer, die Ladestation und den Identifier. __________
Norbert Hilbich: “Für die digitale Übertragung nutzen wir eine Datenreduktion, aber nicht MPEG, weil die Rechenzeiten für Realtime Audio noch zu hoch sind. Wir benutzen einen erheblich schnelleren Algorithmus. Bei weniger als 10 Millisekunden Latenz (Zeitverschiebung) kann GuidePort Video- und Multimedia-Präsentationen lippensynchron wiedergeben.”
Da sich der GuidePort-Empfänger für jeden Rundgang die Texte neu lädt, ist er ständig “on air” und damit auch erreichbar für Durchsagen von der Zentrale, Hinweise zu Veranstaltungen, und und und. Außerdem lässt sich eine Ausstellung dadurch relativ problemlos umstellen oder erweitern. Die aktualisierten Texte werden in die betreffenden Zellsender eingespielt – und der nächste Besucher erhält bereits die aktualisierten Informationen.
Schulungen inklusive Da bei einem so flexiblen System wie GuidePort eine gewisse Komplexität nicht ausbleibt, gehört für Sennheiser eine entsprechende Schulung zum Kundenservice. Norbert Hilbich: “Sennheiser veranstaltet spezielle, mindestens eintägige Schulungen für Vertriebspartner, aber auch für Mitarbeiter von Verleihfirmen und Betreiber vor Ort. Unsere Partner sollen in der Lage sein, ihre Kunden, zum Beispiel die Techniker eines Themenparks, einzuweisen.”
“Das ist zwar ein gewisser Aufwand, aber die Vor-Ort-Schulung ist für uns ein wichtiger Teil des Produktes und sorgt dafür, dass das System reibungslos funktioniert. Die Systeminstallation führt unser Partner gemeinsam mit dem Museumsplaner durch. Bei der detaillierten Programmierung läuft es dann anders herum: hier ist der Museumsbetreiber federführend, und unsere Leute assistieren.”
Auf Wiedersehen… GuidePort kann die Wege des Besuchers durch den Freizeitpark oder die Ausstellung nachzeichnen. Der Betreiber kann diese Informationen für statistische Zwecke, aber auch zur Optimierung seiner Ausstellung nutzen. Zum Beispiel kann er beliebten Exponaten mehr Raum geben oder einen Souvenir-Shop an eine besonders beliebte Route verlagern. Auch der Besucher hat von diesem “Logbuch” etwas: Anhand dieses persönlichen Souvenirs kann er seine Route zurückverfolgen, entdecken, wo er noch nicht gewesen ist und vielleicht schon den nächsten Besuch planen.
Als weltweit führender Hersteller von Mikrofonen, Kopfhörern und drahtlosen Übertragungs-systemen erzielte die Sennheiser-Gruppe mit Sitz in der Wedemark bei Hannover im Jahr 2000 396 Millionen DM Umsatz. Der Auslandsumsatzanteil beträgt 80%. Insgesamt beschäftigt Sennheiser rund 1.300 Mitarbeiter, davon sind etwa 61% in Deutschland tätig. Sennheiser operiert weltweit, u.a. mit eigenen Vertriebstochtergesellschaften in Frankreich, UK, Belgien, den Niederlanden, China, Singapur, Kanada, Mexiko und den USA.
Weitere aktuelle Informationen über Sennheiser finden Sie im Internet unter www.sennheiser.com oder kontaktieren Sie:
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