| Sennheiser fest auf Wachstumskurs |
Der Elektroakustikspezialist Sennheiser electronic GmbH & Co. KG wuchs auch im letzten Jahr und konnte sich erneut positiv vom allgemeinen Trend der Elektroindustrie abheben. Als einer der weltweit führenden Anbieter von Audioprodukten und elektroakustischen Systemlösungen setzt Sennheiser seine globale Unternehmensstrategie erfolgreich fort.
Im vergangenen Jahr konnte die Sennheiser-Gruppe ihren Umsatz um 0,7 Prozent auf 229,1 Millionen Euro steigern – und das trotz der international angespannten Wirtschaftslage und des ungünstigen Dollar-Wechselkurses. "Die Sennheiser-Gruppe ist 2002 weiter stark gewachsen und hat das Jahr erfolgreich beendet, auch wenn wir als international ausgerichtetes Unternehmen mit einem Auslandsanteil von über 80 Prozent vom Dollar-Kurs beeinflusst werden", sagte Rolf Meyer, Geschäftsführer Marketing und Vertrieb anlässlich der Bilanzvorlage der Sennheiser-Gruppe am 1. Juli in der Wedemark. "In den Märkten Asien und Amerika beispielsweise konnten wir in lokaler Währung zweistellige Steigerungsraten erzielen, sie wurden jedoch durch Wechselkurseffekte fast gänzlich aufgehoben." Der Ertrag betrug 2002 10,2 Millionen Euro. Das Ergebnis wurde im Vergleich zum Vorjahr durch gestiegene Aufwendungen zur Altersvorsorge belastet.
"Das gute Ergebnis bestärkt uns darin, unsere globale Unternehmensstrategie mit weiteren Investitionen in Forschung und Produktionstechnologien sowie in die Kompetenz der Mitarbeiter fortzusetzen", betonte Meyer. "Auch im vergangenen Jahr haben wir dem Markt neue Impulse gegeben – mit innovativen Produkten und einer konsequenten Kundenorientierung."
Das lässt sich hören – Steigerungsraten auf fast allen Märkten
Im Inland hat sich Sennheiser mit einer Umsatzsteigerung um 4,5 Prozent auf 42,9 Millionen Euro von der allgemeinen Marktentwicklung abgekoppelt. "Diese positive Entwicklung ist auch auf die Gründung der Sennheiser Vertrieb und Service GmbH & Co. KG zurückzuführen, mit der wir unseren Vertrieb nachhaltig gestärkt haben", erläuterte Meyer. So konnte das Umsatzvolumen in der Region Zentraleuropa im letzten Jahr um 4 Prozent auf fast 47 Millionen Euro gesteigert werden.
Amerika blieb der größte und dynamischste Absatzmarkt der Sennheiser-Gruppe. Hier wurden fast 10 Millionen US-Dollar mehr umgesetzt als im Vorjahr. Das Umsatzvolumen in Euro belief sich auf 66,3 Millionen (Vorjahr: 67,2 Millionen Euro). Leicht rückläufig entwickelte sich das Geschäft in der zweitgrößten Absatzregion Süd-/Westeuropa und Afrika, wo die Gruppe mit einem Umsatz von 61,5 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr einen Prozentpunkt verlor. Zulegen konnte Sennheiser in Nord- und Osteuropa um 2 Prozent auf 33,9 Millionen Euro. Schließlich trug auch die Region Asien und Australien mit einem Umsatzplus von 4 Prozent (13 Prozent in lokaler Währung) auf 20,4 Millionen Euro zu dem positiven Ergebnis bei.
Sennheiser Sound – rund um den Globus
Zahllose internationale Veranstaltungen, Konferenzen und Konzerte auf allen Kontinenten haben 2002 von Sennheisers exzellenter Mikrofontechnik und professionellen Systemlösungen profitiert. So avancierte das neue High-End-Drahtlosmikrofon SKM 5000 N zum Star auf den Bühnen der Welt – ob bei der Divas Night in Las Vegas oder beim Grand Prix d'Eurovision in Tallinn und in Riga. Auf dem Globalen Forum des Weltgipfels in Johannesburg sorgte Sennheiser mit seinen Partnern für die optimale Beschallung und stellte Konferenz- und Dolmetschersysteme für die rund 30.000 Delegierten aus aller Welt. Ganz aktuell hat Sennheiser den Mystery Park von Erich von Däniken im Berner Oberland mit dem auf digitaler Funktechnik basierenden Besucherführungssystem GuidePort ausgestattet.
Das größte Umsatzvolumen in Höhe von 71,7 Millionen Euro erzielte Sennheiser im letzten Jahr mit drahtlosen Mikrofonen – ihr Umsatzanteil liegt bei 31 Prozent. Zweiter Umsatzträger waren Kopfhörer, die mit 39,2 Millionen Euro einen Umsatzanteil von 17 Prozent ausmachten. Auf drahtgebundene Mikrofone entfiel ein Anteil von 14 Prozent (31,5 Millionen Euro), während der Umsatzanteil der übrigen Segmente unter 10 Prozent blieb. Dazu zählen Audiologie, Konferenztechnik, Aviation, Multimedia und die Produkte der Tochtergesellschaft Georg Neumann GmbH, Berlin.
Produktionsprozesse weiter verbessert
Durch die Einführung bzw. Vorbereitung von Gruppenarbeit und die Überarbeitung zahlreicher Fertigungsprozesse konnten Produktivität und Effizienz an den deutschen Standorten Wennebostel und Burgdorf noch weiter verbessert werden. Produktionsschwerpunkte sind hier kabelgebundene und drahtlose Mikrofone. An der irischen Fertigungsstätte in Tullamore ist die Kopfhörerproduktion konzentriert. Hier wurde im März 2002 ein größeres Produktionsgebäude bezogen sowie ein Modernisierungsprojekt für den Maschinenpark gestartet, das 2003 fortgesetzt wird und zu weiteren Kostensenkungen führt. In Albuquerque, New Mexico, wo vor allem Drahtlostechnik für die amerikanischen Märkte produziert wird, ist für das laufende Jahr eine Steigerung des Produktionsvolumens geplant. "Dank insgesamt guter Materialverfügbarkeit und einer günstigen Preisentwicklung bei elektronischen Bauelementen konnten wir die Beschaffungskosten weiter senken", ergänzte Volker Bartels, Geschäftsführer Produktion. "Dabei spielte vor allem der Abschluss von globalen Lieferverträgen eine entscheidende Rolle."
Schneller Technologietransfer zwischen Forschung und Entwicklung
Um die Entwicklungszeiten und -prozesse in Forschung und Entwicklung noch stärker am Kundenbedarf auszurichten, wurde der Bereich im Januar 2002 neu strukturiert. "Uns kam es vor allem darauf an, den Know-how-Transfer zwischen Forschung und Entwicklung zu beschleunigen und damit die Kompetenz und Qualität zu erhöhen", erläuterte Dr. Heinrich Esser, Geschäftsführer Forschung und Entwicklung der Sennheiser-Gruppe. "Außerdem haben wir in neue Mitarbeiter investiert und konnten letztes Jahr 18 hochqualifizierte Ingenieure und Software-Entwickler neu einstellen." Herausragend für das Jahr 2002 war die Entwicklung des Handsenders SKM 5000 N, der in Kombination mit dem Kapselkopf KK 105 S der Georg Neumann GmbH weltweit einen neuen Standard für drahtlose Gesangsmikrofone setzt. Insgesamt wendete Sennheiser im vergangenen Jahr 13,3 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung auf.
Investitionen in Personal und Technologien
Für die kontinuierliche Stärkung der Innovationskraft der Gruppe wurde die Zahl der Mitarbeiter weiter erhöht, wobei ein Schwerpunkt auf dem Bereich Forschung und Entwicklung lag. Im letzten Jahr beschäftigte die Sennheiser-Gruppe durchschnittlich 1.496 Mitarbeiter, das entspricht einer Steigerung um 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr (1.418). Die Zahl der Auszubildenden wurde von 31 auf 35 erhöht. Die Investitionen für Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände lagen mit 11,3 Millionen Euro etwa auf dem Vorjahresniveau. Einen Schwerpunkt bildete die 2001 begonnene Einführung eines neuen ERP-Systems zur Optimierung der betriebswirtschaftlichen und organisatorischen Prozesse.
Innovative Lösungen für Hören und Sprechen
"Unser positives Ergebnis für 2002 zeigt die Stärke der Sennheiser-Gruppe. Selbst angesichts einer verhaltenen weltwirtschaftlichen Situation haben wir durch optimale Ressourcennutzung und gezielte Investitionen in die Innovationskraft des Unternehmens Umsatzsteigerungen erzielen können", so das Resümee von Rolf Meyer. "In der Audiotechnik sind wir eines der weltweit führenden Unternehmen. Unsere Stärken und unser Know-how nutzen wir, um unseren Kunden maßgeschneiderte Lösungen zu bieten. Ein Beispiel dafür ist das mit der dänischen William Demant Holding A/S gegründete Gemeinschaftsunternehmen Sennheiser Communications A/S, das den weltweiten Markt der Telekommunikationstechnik erschließen wird – mit innovativen Headset-Lösungen für Call Center, Small Office / Home Office und PC-Anwendungen. Das zeigt: Maßstäbe kommen von Sennheiser."
Weitere Informationen über:
Sennheiser electronic GmbH & Co. KG
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