| Geschenk für das Apartheid Museum |
| 18.11.2004 Johannesburg/Wedemark |
In einer feierlichen Zeremonie wurde heute dem "Apartheid Museum" im südafrikanischen Johannesburg ein Besucherführungssystem übergeben. Gestiftet wurde das System von Audiospezialist Sennheiser. In Anwesenheit von 150 Ehrengästen, darunter der deutsche Botschafter und der Menschenrechtsanwalt Nelson Mandelas, George Bizos, überreichte der Sennheiser-Geschäftsführer Marketing und Vertrieb, Rolf Meyer, das Audioführungssystem der neuen Generation. GuidePort wird die Thematik der Rassentrennung für die Museumsbesucher noch "hautnaher" erlebbar machen.
 Meeting in Johannesburg: Nelson Mandela; Rolf Meyer
"Als ich während eines Besuches unseres südafrikanischen Vertragspartners Sennheiser SA das Apartheid Museum kennengelernt habe", so Rolf Meyer, "war ich erschüttert - und gleichzeitig beeindruckt, wie mutig und intensiv das Museum die jüngere Geschichte Südafrikas aufarbeitet." Spontan entstand der Gedanke, dass ein GuidePort-System die bedrückende Geschichte der Apartheid und ihre letztendliche Überwindung noch intensiver erzählen kann.
 Meeting in Johannesburg (von links nach rechts): Patrick Goodenough; Konrad Geldenhys; Jeff Woolf (alle Sennheiser Süd Afrika); Nelson Mandela; Rolf Meyer; Dr. John Kani, Chairman of the Board of Governers of the Apartheid Museum; Chris Alexander (Sennheiser Süd Afrika)
Das nun überreichte System umfasst insgesamt 50 Empfänger mit Kopfhörern für die Besucher. Die Informationen und Texte zu den einzelnen Räumen und Exponaten sind auf acht sogenannten Doppelzellsendern gespeichert. Ausgelöst werden die Informationen von versteckt angebrachten Mini-Sendern, den Identifiern. Das System ist für sechs Kategorien (z.B. Sprachen) ausgelegt, eine englische und deutsche Fassung der Texte sind bereits vorhanden, in Kürze folgen weitere Sprachen wie Afrikaans oder Französisch.
Das Apartheid Museum beherbergt eine Fülle von Bild- und Tonmaterial, das die systematische, gesetzlich verankerte Unterdrückung der nichtweißen Bevölkerung seit 1948 dokumentiert. Gleich am Eingang erfährt der Besucher Rassentrennung am eigenen Leib - die Eintrittskarte vermerkt, ob er weiß ist oder farbig, und erlaubt den Zugang zum Museum nur über getrennte Drehkreuze. Im Innern des architektonisch herausragenden Museums finden sich verstörende Installationen, wie 121 Schlingen, die die während der Apartheid gehenkten politischen Gefangenen symbolisieren und eine große Wand aus Monitoren, die erschreckende Bilder von der Niederschlagung der Schüler- und Studentenproteste 1976 zeigen.
"Es ist nicht nur wichtig, die Geschichte der Apartheid zu erzählen," so Museumsleiter Christopher Till. "Es ist genauso wichtig, der Welt zu zeigen, wie wir die Apartheid überwunden haben. Das können wir anderen Ländern beibringen, und das tun wir über die Komplexität und die Kraft unserer Installationen." Ein weiterer Teil des Museums ist darum dem neuen Südafrika gewidmet. Die Ausstellung ist in vielen Bereichen noch offen: Die Besucher können zum Beispiel historische Objekte, die sich in ihrem Besitz befinden, ausstellen lassen - und in einem Aufnahmestudio ihre Erinnerungen an die Apartheid mit den Museumsbesuchern teilen.
Als einer der weltweit führenden Hersteller von Mikrofonen, Kopfhörern und drahtlosen Übertragungssystemen erzielte die Sennheiser-Gruppe mit Sitz in der Wedemark im Jahr 2003 einen Umsatz von über 237 Millionen Euro. Der Exportanteil liegt bei ca. 80%. Insgesamt beschäftigt Sennheiser rund 1600 Mitarbeiter, davon 60% in Deutschland. Sennheiser operiert weltweit mit eigenen Tochtergesellschaften in Frankreich, UK, Belgien, den Niederlanden, China, Singapur, Kanada, Mexiko und den USA.
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