Impressum | Kontakt | Suche
 ThemenHome » Themen » Workshops » Vocal Workshop » Aufbau der Stimme » Resonanzräume 
Brustkorb und Bauch

  Seite 6 

Die Bruststimme klingt bei tiefen Tönen mehr in der Brust oder vielleicht sogar im Bauch und verlagert ihre Resonanz mehr und mehr nach oben, je höher die Töne in der Tonleiter werden.

Soundbeispiel:
Resonanzen Brust/Kopf (68 kb)

Typisch für die modernen Musikstile ist die kraftvolle Bruststimme in allen Lagen.

Soundbeispiel:
Volle Stimme in allen Lagen (74 kb)

Natürlich taucht da schon mal eine lyrische Kopfstimm-Melodie auf, aber der monumentale Whitney-Houston -Aretha Franklin - Mariah Carey - Celine Dion - Anastacia usw. - Sound basiert auf der Fähigkeit bis in die höchsten Töne hinein die Bruststimme behalten zu können. Das ist nicht so ganz einfach, denn die Stimme will ab einer gewissen Tonhöhe (um e1 herum) in die Kopfstimme wechseln. Ohne ein gewisses Training kommt man hier nicht weiter. Höhere Lagen erfordern ungeübt mehr Druck und "drängen" die Stimme stetig in den Bereich der Kopfresonanzen.

Speziell für Sängerinnen ist es wichtig, sich den tiefen Resonanzen im Brustkorb zu widmen und die Stimme dort weiter zu entwickeln. In den Lagen der reinen Bruststimme (D bis h) unterhalb von c1 ist ihr Tonumfang nämlich schon fast zu Ende.

Generell verleihen tiefe Resonanzen der Stimme wesentlich mehr Sound, egal ob Sänger oder Sängerin. Bevor man also seine Grenzen nach oben erweitert, sollte man zunächst die normale Bruststimme stabilisieren und stärken - sie reicht vielleicht tiefer als man glaubt. Versuche nicht ständig "nach oben" zu denken, sondern entwickle einen ausgeglichenen Sound.

Soundbeispiel:
Verschiedene Resonanzräume - mit Tiefe, mit weniger Tiefe, ohne Tiefe (43 kb)

Unausgebildeten Stimmen fehlt vor allem eines: Tiefgang! - Im Sound und im Ausdruck.