Der Kunde
Die Edith Cowan University (ECU) ist eine bedeutende australische Universität, die erhebliche Investitionen in ihren neuen, 852 Mio. AUD teuren Innenstadtcampus in Perth getätigt hat. Der Campus verfügt über eine Vielzahl allgemeiner Lernbereiche, darunter Räume mit flexibel umstellbarem Mobiliar, kollaborative Hörsäle und unterschiedlich gestaltete Besprechungspods. Diese Bereiche sind für modernes, flexibles Lehren konzipiert, bei dem sich Lehrkräfte frei zwischen den Studierenden bewegen können und hybride Teilnahme als gleichwertig betrachtet wird, nicht als nachträgliche Ergänzung.
Chris Cooper aus dem Team Digital Services Collaboration der ECU war drei Jahre lang direkt in das Projekt eingebunden und arbeitete eng mit dem Integrator Vizcom Technologies zusammen, um ein konsistentes Lernerlebnis in Hunderten unterschiedlicher Räume zu schaffen.
Die Herausforderung
Die Lehrphilosophie der ECU stellt Mobilität und Zusammenarbeit in den Mittelpunkt. Lehrkräfte agieren als Moderatoren, die sich frei im Raum bewegen, anstatt dauerhaft an einem Rednerpult zu stehen. Gleichzeitig war die Universität entschlossen sicherzustellen, dass sich Online-Studierende niemals wie „Studierende zweiter Klasse“ fühlen.
Dadurch ergaben sich klare Anforderungen an die Audiotechnik:
- Eine zuverlässige Sprachaufnahme musste von jedem Punkt im Raum aus möglich sein, ohne dass Mitarbeitende Lavaliermikrofone tragen müssen.
- Fragen und Beiträge von Studierenden mussten für alle Personen im Raum hörbar sein (Voice Lift) und zugleich sauber für Microsoft Teams-Anrufe und Aufzeichnungen erfasst werden.
- Das System musste in vielen unterschiedlichen Raumtypen und Raumgrößen konstant funktionieren.
- Die Inbetriebnahme von mehr als 100 Deckenmikrofon-Arrays musste effizient und präzise erfolgen, häufig auf einer noch aktiven Baustelle.
- Auf einem belebten Innenstadtcampus mit großen Glasflächen, Gipskartonwänden und benachbarten öffentlichen Veranstaltungsbereichen war eine hohe Dichte an Funkkanälen erforderlich.
Ein 18-monatiges Pilotprojekt auf dem ECU-Campus in Joondalup bestätigte, dass jede Lösung sowohl leistungsstark als auch für Lehrkräfte im Alltag einfach zu bedienen sein musste.
Die Lösung
Die Arrays bieten eine umfassende, natürlich klingende Abdeckung, sodass Lehrkräfte von jeder Position im Raum aus unterrichten können und sowohl für Personen im Raum als auch für Remote-Teilnehmende klar verständlich bleiben. Für den Integrator Vizcom erwies sich während der groß angelegten Inbetriebnahme insbesondere die Software Sennheiser
Control Cockpit als entscheidender Faktor. Mit ihren visuellen Loben-Mapping-Tools konnte das Team Prioritätszonen festlegen (einschließlich einzelner Studierenden-Pods), die Abdeckung in Echtzeit überprüfen und die Sprachaufnahme selbst unter den lauten Bedingungen einer Baustelle schnell optimieren.
David Jones, Director von Vizcom Technologies, erklärt: „Sennheiser Control Cockpit machte den entscheidenden Unterschied aus – deshalb haben wir TeamConnect als bevorzugte Plattform gewählt. Bei rund 120 Deckenmikrofon-Arrays vor Ort hat uns Control Cockpit in der Inbetriebnahmephase enorm viel Zeit gespart.“
Chris Cooper ergänzt: „Die Deckenmikrofone waren entscheidend, um sicherzustellen, dass sich Mitarbeitende überall im Raum bewegen können und dennoch in einem Teams-Anruf oder einer Aufzeichnung erfasst werden.“
Für die Voice-Lift-Verarbeitung (Mix-Minus) wurde eine Lösung implementiert, bei der beispielsweise eine leise Frage in der Nähe der Lehrkraft für den weiter entfernten Bereich des Raums verstärkt und gleichzeitig sauber für Aufzeichnungen sowie Remote-Teilnehmende erfasst wird, während die Lautstärke in Quellnähe natürlich bleibt. Auf den Touchpanels der Räume stehen Voice-Lift-Voreinstellungen für niedrige und hohe Verstärkung zur Verfügung, um unterschiedlichen Sprechstilen gerecht zu werden. Darüber hinaus können Prioritätszonen ausgewählt werden, sodass ein bestimmter Studierenden-Pod zum primären Fokus des Arrays wird.
Für Anwendungen, die zusätzliche Mobilität oder höhere Verstärkung erfordern, sind in praktisch jedem Unterrichtsraum drahtlose Handheld- und Taschensendersysteme der Serie Sennheiser
EW-DX installiert. Die EW-DX-Serie wurde speziell aufgrund ihrer geringen Bandbreite und hohen Kanaldichte ausgewählt. Diese Spektrumeffizienz ermöglicht die Verwaltung einer großen Anzahl zuverlässiger Kanäle auf dem gesamten Campus und minimiert gleichzeitig das Risiko von Störungen durch Glas- und Gipskartonwände sowie durch externe Veranstaltungen in benachbarten öffentlichen Bereichen. Die Netzwerkanbindung unterstützt zusätzlich die Überwachung und langfristige Verwaltung des Funkmikrofonbestands.
Die Sennheiser Mikrofone sind in eine umfassende vernetzte AV-Umgebung integriert (Crestron-Steuerung und DM NVX, Q-SYS-Audioverarbeitung, Lightware USB-C-Konnektivität), bleiben jedoch das entscheidende Element, das wirklich mobile und hybride Lehrkonzepte ermöglicht.
Das Ergebnis
Die Installation auf dem Innenstadtcampus ist zum Standard für weitere ECU-Standorte geworden. Lehrkräfte können sich frei bewegen, Studierende können von jedem Ort aus Beiträge leisten, und Remote-Teilnehmende erhalten klaren und gut verständlichen Ton. Supportanfragen im Zusammenhang mit der Mikrofonnutzung sind gering geblieben, weil das System einfach funktioniert.
Indem die ECU hochwertige und flexible Sprachaufnahme in den Mittelpunkt des Konzepts gestellt hat, wurden Lernräume geschaffen, die Lehren und Lernen priorisieren und nicht Technologie um ihrer selbst willen.
„Die Deckenmikrofone waren entscheidend, um sicherzustellen, dass sich Mitarbeitende überall im Raum bewegen können und dennoch in einem Teams-Anruf oder einer Aufzeichnung erfasst werden.“ — Chris Cooper, Digital Services Collaboration, Edith Cowan University
„Bei rund 120 Deckenmikrofon-Arrays vor Ort hat uns Control Cockpit in der Inbetriebnahmephase enorm viel Zeit gespart.“ — David Jones, Director, Vizcom Technologies